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Kirchengemeinde St. Marien Roßlau

rosslauGeschichte

Von Roßlau ist immer Rodleben mit verwaltet worden, seit 1888 als selbständiges Filial des zweiten Pastors.

Dieser hat 1912- 32 auch die Parochie Brambach mit versorgt, deren Filial Neeken wieder 1954 nach Roßlau abgezweigt worden ist.

Im 16. Jahrhundert sind die Pfarrer zugleich fürstliche Hofprediger gewesen, wenn sich die Hofhaltung in Roßlau befand.

Es bestand damals noch eine Nikolauskapelle im Schloßgarten, an der der Pastor von Mühlstedt als Kaplan tätig war.

Die Kirche St. Marien in Roßlau, welche schon 1315 bestand, brannte während der Schlacht an der Elbbrücke im April 1626 bis auf die Mauern nieder.

Die heutigen Pfarrhäuser sind 1888-89 entstanden.

Neben dem Gemeindepfarrer hat seit 1699 ein zweiter Geistlicher gewirkt, anfangs als Rektor und Nachmittagsprediger.

Seit 1912 ist ein dritter Pastor zeitweise im Amt gewesen.

 

kirche-rosslauEv. Stadtkirche St. Marien Roßlau

Die Marienkirche wurde 1851-54 an der Stelle eines Vorgängerbaus aus dem 17. Jahrhundert durch den Anhalt-Köthenschen Baurat Konrad Hengst, Amtsnachfolger Bandhauers, in neo-gotischer Formensprache aus Bruchsteinmauerwerk errichtet.

Der Turm besteht im oberen Teil aus Backsteinen, ebenso wie die Mauerkanten.

1896 erfolgte der Sakristeianbau.

Der Anbau in der Nordostecke dient als direkter Zugang zur Nordempore.

1902 erhielt der Chor die bunte Fensterverglasung.

Der fünfteilige neogotische Orgelprospekt von Hoff aus Dessau von 1853/54 ist erhalten, die Orgel selbst wurde1902/03 voll-ständig erneuert.

Im Chorraum wird die älteste Glocke Anhalts aufbewahrt, gegossen um 1000.

Weiterhin erwähnenswert sind Bildnisse von Martin Luther (Cranachwerkstatt, 2. Viertel 16. Jh.) und von Paul Gerhardt (Mitte 17. Jh.) und ein spätgotischer Abendmahlskelch.

Vor der Kirche steht der alte Taufstein aus Sandstein von 1668.